Manche Menschen sind erfinderisch und tüfteln an verschiedenen Knobelleien der modernen Technik. Oft betrifft das die Haushaltstechnik, da damit fast jeder alltäglich in Berührung kommt. Nur wenn man eine Idee hat, die einen Vorgang bequemer, schneller oder viel günstiger macht, was dann?
Zuallererst muss man seine Erfindung überprüfen, ob sie überhaupt Substanz hat und funktioniert oder ob sich eine Weiterentwicklung zur Marktreife überhaupt lohnt. Viele Erfindungen scheitern schon an diesem Punkt, weil sie zwar oftmals eine Verbesserung eines bestimmten technischen Problems bedeuten, diese aber viel zu marginal ist und sich daher kein Abnehmer oder Entwickler in der Industrie finden würde. Wenn man aber eine gute und wichtige Innovation entdeckt hat, muss man diese ausreifen und marktfähig machen.
Eine solche Erfindung muss dann in einer technischen Beschreibung detailgenau und nach festen Regeln gezeichnet und ausformuliert werden, um diese schließlich zum Patentamt zu schicken. Man sollte hierfür einen Patentanwalt beschäftigen, der diese Regeln kennt und die Formulierung wasserdicht und unumstößlich erstellt. So wird vermieden, dass Konkurrenten die Idee einfach klauen und auf eigene Faust industriell entwickeln und den Gewinn für die Erfindung kassieren. Hat man die technische Beschreibung zum Patentamt geschickt, kann man sie für etwa ein Jahr gegen eine geringe Gebühr vorläufig sichern lassen und in der Zwischenzeit nach einem großen Industrieunternehmen suchen, was die Erfindung gegen einen Lizenzvertrag herstellen will. Findet sich ein solches Unternehmen, sollte man die teure Patentrecherche bezahlen, um sich die Erfinderrechte für 20 Jahre zu sichern.
Eine viel größere Schwierigkeit ist die Patentanmeldung im Ausland. Viele große Industrieunternehmen haben Auslandszweigstellen und können so Patentrechte in Deutschland umgehen. Ein Patent im Ausland oder eines, das weltweit gilt, ist sehr kostspielig zu erwerben und für einen einfachen Tüftler eher unrealistisch. Wenn hierfür größere Kreditsummen aufgenommen werden, trägt der Erfinder ein sehr hohes Risiko, daher sind Patente für Kleinerfinder eher ungeeignet um Millionär zu werden.